Donnerstag, 20. September 2012

Wir spielen Hochzeiten. Naja, Partys jedenfalls.

Yes, but can you dance to it?
Absolut, sehr gut sogar.
Wir haben diesen Sommer angefangen, Hochzeiten zu spielen. Ja, ganz recht: gleich zweimal haben wir den Schönsten Tag des Lebens (TM) für ein junges Paar musikalisch begleitet. Dabei haben wir jeden Teil der Hochzeit mindestens einmal abgedeckt: die Kirche, die Party danach, und auch den DJ haben wir (In Person von Mikey) gestellt. Wir haben unsere eigene Technik mitgebracht, zur Hälfte unsere eigenen Sachen gespielt und zur anderen Covers, und wir haben eine Menge Spaß gehabt (und, den Reaktionen nach zu urteilen, mindestens genau so viel Spaß gemacht).

Ein paar Stunden lang gerockt, in der heißen Mittagssonne...
Wir sind natürlich nicht wie die Jungfrau zum Kinde an diese fröhlichen Auftritte gekommen. In beiden Fällen waren es Verwandte und Freunde, die uns fragten, ob wir ihre Hochzeit rocken wollten. Es folgten natürlich prompt Folgeaufträge von anderen Gästen. Einige davon konnten wir zwar nicht machen, aber andere haben zu konkreten Terminen 2013 geführt. Wir werden noch so richtige Wedding Singers.

...und auch Abends und sogar spät Nachts noch.
Programm haben wir genug, und solange
was zu Trinken da ist auch Ausdauer.



Dabei muss man natürlich Einschränkungen machen: Professionelle Hochzeitsbands spielen fünfzig, hundert Mal im Jahr, haben 10 oder 20 Stunden Programm und verschiedene Besetzungen (Alleinunterhalter Bontempiman bis zur zwölfköpfigen Big Band). Sie betreiben das als Geschäft, mit allem dazugehörigen Papierkrieg (Künstlersozialkasse, Gewerbeanmeldung und so weiter). Sie sind Selbsständige, und sie haben ihre Musik zu ihrer Karriere gemacht. Kudos. So weit sind wir noch nicht. Was nicht heißen soll, dass wir nicht genau so gut klingen.

Bei der Gelegenheit: unsere eigenen Sachen haben wir auch gespielt, und dafür ein überaus positives Echo bekommen. Danke schön. Dabei hatten wir durchaus illustres Publikum, nicht zuletzt auch der "letzte Leadsänger von Amon Düül 2" hatte seinen Spaß - und kam hinterher persönlich zu uns, um uns zu beglückwünschen.
Oben auf dem Chor in der Kirche.
Eng, aber stilvoll für die Musiker.
Wir haben auch (das war allerdings noch mehr ein reiner persönlicher Gefallen) in der Kirche gespielt, zusammen mit Sängern und einem Organisten, mit denen wir genau Null Proben vorher hatten. Es hat trotzdem gut geklappt, und mindestens einen besonderen Wunsch des Brautpaars werden wir ins feste Programm aufnehmen: Samba Pa Ti. Wir mussten dazu allerdings Instrumente tauschen: Flo ging an den Bass, Michael an die Gitarre. Ein anderer Wunsch: Rainhard Fendrichs "Weus'd a Herz hast wia Bergwerk", ganz gefühlvoll gesungen von Berni.

Die Hochzeitssaison ist erstmal rum, aber mit der Ballsaison (und dem Messeherbst) stehen sicher einige Partys an. Wer weiß, ob wir nicht die eine oder andere übernehmen? Nächstes Jahr ist dann mindestens eine Hochzeit angesagt, auf die wir uns schon jetzt freuen. Nicht zuletzt wegen der Location am Staffelsee. Denn wenn wir eines gelernt haben dann das: Abkühlung ist essentiell, wenn wir eine Party rocken. Sowohl inwendig als auch auswendig.

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